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| Johann Strauß (Sohn) |
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| Johann Baptist Strauß
(Sohn) |
| (* 25. Oktober 1825 in St.
Ulrich bei Wien, heute ein Teil von Wien-Neubau; † 3. Juni 1899 in Wien)
war ein österreichischer Kapellmeister und Komponist. |
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| Seine Familie nannte Johann
Strauß Schani (österreichischer Spitzname von Johann), da sein
Vater auch Johann hieß. |
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| Die Familie stammt aus dem
Raum Wien-Niederösterreich. Schon lange vor der Zeit des Nationalsozialismus
war unter Genealogen bekannt, dass der Großvater Johann Michael Strauß
ein aus Ofen stammender getaufter Jude war. Dieser Umstand führte
dazu, dass dies durch das NS-Reichssippenamt durch eine plumpe Urkundenfälschung
1941 vertuscht wurde, obwohl die Nürnberger Rassegesetze ihn deshalb
als „Vierteljuden“ eingestuft hätten und seine Musik seit 1938 hätte
verboten werden müssen. In diesem Zusammenhang war es für das
NS-Regime mehr als unangenehm, dass die Librettisten der Strauß'schen
Operetten Juden waren: Ignaz Schnitzer, Victor Léon, Leo Stein,
die ebenfalls seit 1938, zum Teil schon vorher, konsequent (z.B. auf Theaterzetteln
als Autoren) verschwiegen wurden. |
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| Sein Vater Johann Strauß
sah für ihn ursprünglich eine Laufbahn als Beamter vor, doch
seine Mutter, die alles daran setzte, mit der Unterstützung ihres
Sohnes Rache für die Untreue ihres Gatten zu nehmen, ermöglichte
Johann junior ein Musikstudium beim Basslehrer Hofmann. |
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Johann Strauß (Sohn) |
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| Trotzdem kam es bald darauf
zum endgültigen Bruch mit seinen Eltern, und er begann, Konzerte zu
geben. Schon sein erster Auftritt im Casino Dommayer (15. Oktober 1844)
war ein Riesenerfolg. Tourneen führten ihn durch ganz Europa und Nordamerika.
Nach dem Tod seines Vaters 1849 übernahm er dessen Orchester und wurde
1863 zum k.k. Hofball-Musikdirektor ernannt, d. h. er leitete alle Hofbälle.
Er tat dieses bis 1871, als er selbst um die Enthebung von diesem Posten
ansuchte. Dieses wurde auch genehmigt, gleichzeitig wurde ihm der Franz-Joseph-Orden
verliehen. Nachfolger wurde sein Bruder Eduard Strauß. |
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| Bis zu diesem Zeitpunkt
komponierte Strauß nur Tanzmusik, was seinen Ruf als Walzerkönig
begründete. 1864 traf er mit Jacques Offenbach zusammen, der ihn zur
Komposition von Operetten anregte, die Strauß aber selbst immer als
Komische Oper bezeichnete. |
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| Am 10. Februar 1871 hatte
dann seine erste Operette, Indigo und die 40 Räuber im Theater an
der Wien Premiere. Ebenfalls an diesem Theater fand die Uraufführung
seiner erfolgreichsten und der wahrscheinlich bekanntesten Operette überhaupt,
Die Fledermaus, am 5. April 1874, statt. Diese Operette wurde 1894 auch
in das Repertoire der Hofoper (heute Wiener Staatsoper) aufgenommen und
ist bis heute die einzige Operette, die dort gespielt wird. |
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| Damit galt Strauß
auch als Begründer der goldenen Ära der Wiener Operette. |
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| Es folgten eine Reihe weiterer
Operettenpremieren, darunter Der lustige Krieg und Eine Nacht in Venedig.
1876 erhielt er die Genehmigung zum Bau eines Wohnhauses (die sogenannten
Strauß-Palais). Anlässlich seines vierzigjährigen Künstlerjubiläums
im Jahre 1884, das er wieder beim Dommayer feierte, wurde ihm das Wiener
Bürgerrecht verliehen. |
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| 1885 war Premiere des Zigeunerbarons
mit Alexander Girardi in der Hauptrolle, darauf folgten einige heute eher
weniger bekannte Operetten. Seine letzte Operette Die Göttin der Vernunft
vollendete er nur, weil er sich vertraglich u. a. gegenüber Alexandrine
von Schönerer zu der Komposition verpflichtet hatte. Da er das Libretto
von Alfred Maria Willner ablehnte, distanzierte er sich von der Oper und
erschien nicht einmal zur Premiere am 13. März 1897, die wiederum
im Theater an der Wien stattfand. Sein Werk Wiener Blut, das seine Uraufführung
erst nach seinem Tod 1899 im Carltheater erlebte, war von Strauß
nicht mehr als Operette konzipiert worden; es handelt sich dabei um bekannte
Strauß-Melodien früherer Jahre, die der Kapellmeister Adolf
Müller junior neu zusammengestellt hatte. |
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| Strauß komponierte
rund zwanzig Operetten, fünfhundert Walzer, Polken und Quadrillen,
ein Ballett (Aschenbrödel) sowie eine Oper (Ritter Pasmán).
In Wien erinnern zahlreiche Denkmäler und Gedenktafeln an ihn. Der
Walzer An der schönen blauen Donau (bekannter unter dem Titel Donauwalzer)
wurde so etwas wie eine inoffizielle Hymne Wiens und Österreichs. |
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| Strauß war insgesamt
dreimal verheiratet. Seine erste Ehefrau Henriette, geborene Chalupetzky,
starb 1878. Schon wenige Wochen später heiratete er die Schauspielerin
Angelika Dittrich, die ihn 1882 verließ. Im selben Jahr wurde die
Ehe „von Tisch und Bett“ geschieden; eine Trennung dem Bande nach war nicht
möglich, da in Österreich das katholische Eherecht auch im bürgerlich-rechtlichen
Bereich galt. Um erneut heiraten zu können (diesmal Adele, geborene
Deutsch, verwitwete Strauss), musste Strauß die österreichische
Staatsbürgerschaft aufgeben, Bürger des Herzogtums Sachsen-Coburg
und Gotha und wie seine Braut evangelisch werden. Im Jahr 1887 löste
Herzog Ernst II. - entsprechend dem im Herzogtum geltenden Eherecht – die
Ehe mit Angelika Dittrich auf, und Strauß heiratete im selben Jahr
in Coburg Adele Strauss. Alle drei Ehen blieben kinderlos. |
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| Johann Strauß starb
am 3. Juni 1899 in Wien an einer Lungenentzündung, beigesetzt ist
er in einem Ehrengrab (Gruppe 32A, Nr. 27) auf dem Wiener Zentralfriedhof.
Sein Denkmal im Wiener Stadtpark stammt von Edmund Hellmer. |
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(Quelle: Wikipedia)
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