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| Die Fledermaus |
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| Die Fledermaus ist eine
Operette von Johann Strauß. Sie wurde 1874 uraufgeführt und
gilt als Gipfelpunkt der Wiener Operette. |
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| 1. Akt |
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| Gabriel von Eisenstein muss
eine Arreststrafe wegen Beleidigung einer Amtsperson antreten. Da befolgt
er gerne den heimlichen Rat seines Freundes Dr. Falke, sich in der Nacht
noch beim Prinzen Orlofsky zu amüsieren. In Wirklichkeit hat Dr. Falke
vor, sich für einen früheren Streich Eisensteins zu revanchieren.
Rosalinde lässt ihren Gemahl ziehen, der vermeintlich ins Gefängnis
aufbricht, um ihren Verehrer Alfred empfangen zu können. Auch dem
Kammermädchen Adele, das vorgibt, eine kranke Tante besuchen zu wollen,
gibt sie frei. |
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| Als alle weg sind, kommt
Alfred, um sich mit Rosalinde zu vergnügen. Leider wird das Techtelmechtel
vom Gefängnisdirektor Frank gestört, der Eisenstein abholen will.
Da bleibt Alfred aus Rücksicht auf Rosalinde nichts übrig, als
deren Gemahl zu spielen und sich ins Gefängnis abführen zu lassen. |
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| 2. Akt |
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| Im Gartensalon bei dem jungen
Prinzen Orlofsky verspricht Dr. Falke dem Prinzen, dass er heute noch viel
zu lachen haben werde. Eisenstein tritt als „Marquis Renard“ bei ihm auf,
Adele wird als junge Künstlerin vorgestellt. Eisensteins Verdacht,
sie sei ein Stubenmädel, weist sie zurück. Gefängnisdirektor
Frank wird als „Chevalier Chagrin“ in die Gesellschaft eingeführt,
und selbst die als ungarische Gräfin verkleidete Rosalinde erscheint
– Falke hat sie kommen lassen mit dem Hinweis, ihr Ehemann sei dort. Es
gelingt ihr, dem von ihr faszinierten Eisenstein (der sie nicht erkennt)
seine Taschenuhr zu entwenden, die sie benötigt, um ihrem Gemahl (den
sie natürlich erkannt hat) später seine Untreue zu beweisen. |
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| Vom Champagner angeheitert
erzählt Eisenstein vor allen Gästen, wie er einst Dr. Falke blamierte,
als er ihn in seinem Fledermauskostüm (sie waren auf einem Maskenball)
dem Spott der Marktfrauen und Straßenjungen aussetzte. |
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| 3. Akt |
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| In der Morgenfrühe
will der noch schwer bezechte Frank seinen Dienst als Gefängnisdirektor
antreten. Da zeigt sich, dass Adele mit ihrer Schwester Ida ihm gefolgt
ist. Adele gibt zu, wer sie wirklich ist und bittet den vermeintlichen
Chevalier, sie für die Bühne ausbilden zu lassen. Da erscheint
auch Eisenstein, der seine Strafe antreten will und nun erfährt, dass
Eisenstein doch schon gestern eingeliefert worden sei. Der angebliche Eisenstein
ist aber niemand anders als Alfred, und als auch noch Rosalinde auftaucht,
durchschaut er das Verhältnis zwischen Alfred und seiner Frau, wird
jedoch kleinlaut, als Rosalinde ihm die Uhr vorweist, die sie ihm in Gestalt
der ungarischen Gräfin abgenommen hat. |
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| Schließlich trifft
die ganze Abendgesellschaft mit Orlofsky und Dr. Falke ein. Jetzt wird
klar: Die ganze Inszenierung war die „Rache der Fledermaus“. Der köstlich
amüsierte Prinz verspricht Adele, sie als Mäzen zu fördern. |
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| Die Fledermaus ist neben
dem Zigeunerbaron und Eine Nacht in Venedig eine der drei berühmtesten
Strauß-Operetten und zudem eine der wenigen Operetten, die regelmäßig
auch an großen internationalen Opernhäusern gespielt werden
(meist an Silvester und Fasching). |
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| Der Grund hierfür ist
vor allem die ausgesprochen feinsinnige, mitreißende und meisterhaft
orchestrierte Komposition. Höhepunkte sind das Uhren-Duett (Rosalinde/Gabriel
von Eisenstein), der Csárdás, die Arie des Prinzen Orlofsky,
die Arie Mein Herr Marquis (Adele) und der Chorwalzer Brüderlein und
Schwesterlein – Du und du im zweiten Akt. |
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| Eine besondere Stellung
nimmt die Ouvertüre ein, die, in freier Sonatenhauptsatzform geschrieben,
zu den größten Schöpfungen von Johann Strauß zählt.
Sie führt zahlreiche Motive der Fledermaus ein und ist mit ihrer abwechslungsreichen
Dynamik auch für Spitzenorchester immer wieder eine Herausforderung. |
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