Das Werk
Carmina Burana
Die Carmina Burana (lat. „Beurer Lieder“ oder „Lieder aus Benediktbeuern“) enthalten im 11. und 12. Jahrhundert entstandene Lied- und Dramentexte, vorwiegend moralische Lieder, Minne- und Trinklieder und geistliche Dramen (siehe auch Vagantendichtung). Insgesamt enthalten die Carmina Burana über 240 Stücke, zum Teil mit Melodien.
Entstehung, Wiederentdeckung und Edition der Texte 
Die enthaltenen Texte wurden um 1230 niedergeschrieben. Es wird vermutet, dass dies in der Benediktiner-Abtei Seckau in der Steiermark oder im Kloster Neustift bei Brixen geschah.
Die Carmina Burana wurden 1803 durch Johann Christoph von Aretin im Kloster Benediktbeuern wiederentdeckt. Im Zuge der Säkularisation gelangte die Handschrift, der sogenannte Codex Buranus, nach München in die heutige Bayerische Staatsbibliothek (Signatur: clm 4660/4660a).
Die vorwiegend in Mittellatein (daneben auch mit altfranzösischen und mittelhochdeutschen Strophen gemischt) verfassten Texte wurden von Johann Andreas Schmeller ediert und 1847 als Carmina Burana - Lieder aus Benediktbeuern herausgegeben.
Bei einem Teil der Lieder enthält der Codex Buranus auch Notierungen der Melodien, allerdings in Form von linienlosen Neumen, die den melodischen Verlauf nur ungefähr wiedergeben. Zu einem Teil der Lieder lassen sich allerdings auch durch Parallelüberlieferung in anderen Handschriften die originalen mittelalterlichen Melodien rekonstruieren.
Carmina Burana: Bildseite im Codex Buranus
Carmina Burana: Bildseite im Codex Buranus
Carl Orffs Carmina Burana 
Carl Orff entdeckte die Carmina Burana 1935 für sich und vertonte 24 dieser Texte in den Jahren 1935/1936. Es handelt sich dabei um eine völlige Neukomposition, zumal zur Entstehungszeit von Orffs Werk noch keine der originalen mittelalterlichen Melodien rekonstruiert war. So gestaltete er die Musik nach bereits bekannten Stilmerkmalen des Mittelalters wie etwa Bordunbegleitung oder historische Skalen. Orff selbst bezeichnete sein Werk weder als Oper, noch als Oratorium oder Kantate. Die Bezeichnung „szenische Kantate“, die dem Werk manchmal als Untertitel beigegeben wird, wird dem Stück wohl am ehesten gerecht, doch sind szenische Aufführungen der Carmina Burana gegenüber konzertanten deutlich in der Minderzahl.
Am 8. Juni 1937 wurde sein Werk in der Oper zu Frankfurt am Main uraufgeführt.
Orff wählte eine Gliederung in drei Teile:
Primo vere, Uf dem Anger (Erwachen des Frühlings, Liebe) 
In taberna (opulente Gelage) 
Cour d'amour und Blanziflor et Helena (Annäherung zweier junger Menschen, die Liebesgöttin Venus) 
Eingerahmt wird das Werk von einem mächtigen Chor zu Ehren der Schicksalsgöttin Fortuna („Fortuna Imperatrix Mundi“), die das Schicksal der Menschen letztlich bestimmen soll.
Nach der Komposition von Catulli Carmina und Trionfo di Afrodite fasste Carl Orff die Carmina Burana mit diesen unter dem Titel Trionfi zusammen. Aufführungen des gesamten Triptychons sind aber die Ausnahme geblieben.
Text aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Carmina_Burana
Übersetzung der Carmina Burana (pdf)
Quelle: http://www.akkordeon-orchester-baltmannsweiler.de/Noten/carminatext.htm